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Curcumin

In der indischen Heilkunst Ayurveda wird Kurkuma schon seit tausenden von Jahren verwendet. Ein Grund warum Curcumin, der Extrakt aus der Kurkuma-Pflanze, natürlich in unserem Shop nicht fehlen darf. Hier findest du hochdosierte Kapseln für deine Nahrungsergänzung.

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Curcumin

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Curcumin-Ratgeber

Die Kurkuma-Wurzel gehört zur Ingwer-Familie und ist als Gewürz vor allem aufgrund der kräftigen gelblichen Färbung bekannt. Kurkuma wird aber nicht nur in der Küche verwendet, sondern auch seit tausenden von Jahren in der indischen Heilkunst Ayurveda. Dieser wird eine Vielzahl gesundheitsfördernder Wirkungen nachgesagt.

Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Curcumin?
2. Warum Curcumin als Nahrungsergänzung?
3. Welche Dosierung ist sinnvoll?
4. Was ist der Unterschied zwischen Curcumin und Kurkuma?
5. Was sind die positiven Eigenschaften von Curcumin

5.1. Entzündungen im Körper
5.2. Gelenkbeschwerden
5.3. Depression
5.4. Curcumin als Antioxidant

6. Hat Curcumin Nebenwirkungen?
7. Woran erkenne ich ein gutes Curcumin-Produkt?
8. Curcumin in Kapseln, flüssig oder als Pulver?

1. Was ist Curcumin?

Curcumin ist ein natürlicher intensiv orange-gelblicher Farbstoff. Er ist Bestandteil in der Kurkuma-Wurzel, welche als Currygewürz in der indischen Küche beheimatet ist. Benannt ist der Stoff nach der originellen Pflanze curcuma longa. Curcumin zählt als einer von wenigen Bestandteilen zu den sogenannten Curcominoiden und ist auch in anderen Ingwergewächsen zu finden.

2. Warum Curcumin als Nahrungsergänzung?

Curcumin ist in jedem handelsüblichen Gewürz-Kurkuma enthalten und kann so auch über die reguläre Ernährung aufgenommen werden. Der Nachteil beim Gewürz ist jedoch der enthaltene Curcumin-Anteil, welcher in der Regel nur 1 - 3 % beträgt. Um auf eine sinnvoll hohe Dosierung des Curcumin zu kommen, müsste sehr viel vom Gewürz verwendet werden. Nahrungsergänzungen enthalten konzentriertes Curcumin mit einem Anteil von bis zu 95 %. Dies macht es bedeutend leichter sinnvolle Einnahmemengen zu erzielen.

3. Welche Dosierung ist sinnvoll?

Curcumin wird als Nahrungsergänzung in der Regel in Form von Kapseln angeboten. Die meisten Produkte enthalten 500 mg je Kapsel, wobei der reine Curcumin Anteil immer etwas geringer ausfällt. Extrem hohe Dosierungen sind aber gar nicht notwendig. Bereits in geringen Dosierungen von 80 mg pro Tag konnten Effekte von Curcumin nachgewiesen werden.6 Dies setzt jedoch voraus, dass das Curcumin optimal im Körper aufgenommen werden kann. Wichtiger ist die regelmäßige tägliche Einnahme von Curcumin.

4. Was ist der Unterschied zwischen Curcumin und Kurkuma?

Im deutschen sind die beiden Begriffe leicht zu verwechseln, da beide sehr ähnlich klingen. Beim Curcumin handelt es sich um den natürlichen Farbstoff aus der Kurkuma-Wurzel, welcher ihr die kräftige orange-gelbliche Färbung verleiht. Es ist der entscheidende Bestandteil der Wurzel, welchem gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt werden. Mit Kurkuma ist die Pflanze oder Wurzel (lat. curcuma longes) gemeint. In der englischen Sprache ist der Unterschied deutlicher erkennbar. Die Wurzelpflanze heißt hier Turmeric, während der Farbstoff ebenfalls Curcumin genannt wird.

5. Was sind die positiven Eigenschaften von Curcumin

Curcumin hat in der traditionellen asiatischen Medizin eine lange Geschichte als Nahrungsergänzungsmittel. Seit Jahrhunderten wird es verwendet, um unterschiedlichste Krankheiten zu behandeln.1 Aus diesem Grund wurde Curcumin Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen und Studien. Zunächst um die Sicherheit der Einnahme zu bestätigen, später auch um Wirknachweise zu erbringen.

5.1. Entzündungen im Körper

Entzündungen im Körper lassen sich auch als Aktivität des Immunsystems beschreiben. Ein gewisses Maß an Entzündungen ist notwendig, damit das Immunsystem seine Arbeit als “Aufpasser” verrichten kann. Bei vielen Personen schlägt dieses feine Gleichgewicht jedoch in Richtung zu hoher Entzündungswerte aus. Doch niemand möchte dauerhaft erhöhte Entzündungswerte. Curcumin besitzt gleich mehrere entzündungshemmende Eigenschaften, die sich positiv auf den Körper auswirken können.2

5.2. Gelenkbeschwerden

Beschwerden der Gelenke treten meist im Bereich der Knie, Hüfte oder im Rücken auf. Sie können altersbedingt entstehen oder durch intensives und oftmals leider auch falsches Training verursacht werden.

Akute Beschwerden äußern sich als Schmerzen im Alltag oder in bestimmten Situation wie beispielsweise den Treppen steigen. Außerdem geht oftmals auch eine verringerte Beweglichkeit und eine verminderte Lebensqualität mit einher.

Die schmerzlindernde Wirkung von Curcumin bei Symptomen von Arthritis, einschließlich Arthrose und rheumatoide Arthritis wurde vielfach in Studien untersucht. Hervorgehoben werden kann hier eine Meta-Studie, welche die Ergebnisse aus acht Studien zusammenfasst. Die Wissenschaftler kamen dabei zu dem Ergebnis, dass Curcumin (etwa 1g/Tag) ähnliche Wirkungen haben könnte wie schmerzstillende Medikamente.3

5.3. Depression

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, welche typischerweise mit Symptomen wie gedrückter Stimmung, Grübeln, und einem verminderten Antrieb daherkommt. Solche Symptome treten auch bei gesunden Menschen, beispielsweise durch Verlusterfahrungen oder Trauer auf, ziehen jedoch für gewöhnlich vorüber. Bei einer Depression hält die Symptomatik unverhältnismäßig lange an oder steht in keinem angemessenen Verhältnis zum Auslöser.4

Zur Behandlung von Depressionen wird häufig Curcumin als Nahrungsergänzung genannt. In der Tat gibt es Hinweise darauf, dass entzündliche Erkrankungen auch mit Depressionen zu einem gewissen Anteil zusammengebracht werden können.5

Allerdings sei darauf hingewiesen, dass bei chronisch entzündlichen Erkrankungen auch Depressionen häufig eine Begleiterscheinung dieser sind. Bei einer Depression sollte unbedingt das Einholen eines professionellen ärztlichen Rates vor einer möglichen Selbstbehandlung mit Curcumin erfolgen.

5.4. Curcumin als Antioxidant

In einer Studie6, welche verschiedene mögliche gesundheitsfördernde Effekte von Curcumin auf den menschlichen Körper untersucht hat, wurden auch Anzeichen für mögliche antioxidative Wirkungen gefunden. Es zeigten sich sowohl direkte als auch indirekte antioxidative Wirkungen.

In einer weiteren Studie7 konnten die positive antioxidative Wirkung ebenfalls nachgewiesen werden. In dieser Studie nahmen allerdings Menschen teil, die unter einer Blutkrankheit litten. Daher lässt sich nicht genau sagen, ob diese Ergebnisse auch auf gesunde Menschen gänzlich übertragbar sind.

6. Hat Curcumin Nebenwirkungen?

Curcumin gilt in der Einnahme als sehr sicher, da es in der Vergangenheit sehr gut untersucht wurde. Erst die Einnahme mehrerer Gramm täglich wird mit Blähungen oder Verdauungsproblemen in Verbindung gebracht. Diese hohen Dosierungen sind jedoch gar nicht notwendig und auch wenig sinnvoll. Denn Curcumin zeigt bereits in sehr geringen Dosierungen Effekte und muss nicht sehr hoch dosiert werden.6

7. Woran erkenne ich ein gutes Curcumin-Produkt?

Ein gutes Produkt sollte einen hohen Anteil an Curcumin beinhalten. Dieser kann bis zu 95 % betragen. Viele Produkte erfüllen diesen Standard bereits. Für eine bestmögliche Bioverfügbarkeit wird häufig Pfefferextrakt den Produkten beigefügt. Das Pfefferextrakt erhöht die Aufnahmefähigkeit im Darm, was bei Curcumin in der Tat ein Problem sein kann. Einige Curcumin-Produkte enthalten auch speziell mikronisiertes Curcuma, was ohne den Pfeffer gut aufgenommen wird. Das kann von Vorteil sein, denn nicht jeder verträgt das Pfefferextrakt gleich gut.

8. Curcumin in Kapseln, flüssig oder als Pulver?

Häufig wird nach der besten Darreichungsformen von Curcumin gefragt. Diese Frage lässt sich relativ leicht beantworten. Weil vom Curcumin bereits kleine Mengen seine Wirkung erzielt sind Kapseln die praktischste Variante. Kapselhüllen bestehen in der Regel aus Pflanzenfaser-Stoffen oder tierischer Gelatine. Die Kapsel löst sich nach wenigen Minuten im Magen auf und gibt das Pulver frei. Curcumin als Pulver direkt einzunehmen wäre aufgrund des intensiven Geschmacks eher nicht empfehlenswert. Hier sollte auf das klassische Curcuma-Gewürz zurückgegriffen werden, was jedoch deutlich weniger Curcumin enthält. Flüssige Curcumin Produkte sind eher unüblich und machen wenig Sinn.

Quellen / Referenzen

1. Shishodia S. Molecular mechanisms of curcumin action: gene expression. BioFactors Oxf Engl. 2013;39(1):37-55. doi:10.1002/biof.1041
2. Rao CV. Regulation of COX and LOX by curcumin. Adv Exp Med Biol. 2007;595:213-226. doi:10.1007/978-0-387-46401-5_9
3. Daily JW, Yang M, Park S. Efficacy of Turmeric Extracts and Curcumin for Alleviating the Symptoms of Joint Arthritis: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Clinical Trials. J Med Food. 2016;19(8):717-729. doi:10.1089/jmf.2016.3705
4. Depression. In: Wikipedia. ; 2019. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Depression&oldid=194931216. Accessed December 24, 2019.
5. Raison CL, Miller AH. Is Depression an Inflammatory Disorder? Curr Psychiatry Rep. 2011;13(6):467-475. doi:10.1007/s11920-011-0232-0
6. DiSilvestro RA, Joseph E, Zhao S, Bomser J. Diverse effects of a low dose supplement of lipidated curcumin in healthy middle aged people. Nutr J. 2012;11:79. doi:10.1186/1475-2891-11-79
7. Kalpravidh RW, Siritanaratkul N, Insain P, et al. Improvement in oxidative stress and antioxidant parameters in β-thalassemia/Hb E patients treated with curcuminoids. Clin Biochem. 2010;43(4):424-429. doi:10.1016/j.clinbiochem.2009.10.057